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Heilungsdokumentation

Einen sorglosen Umgang mit der Umsetzung der einzelnen Therapieschritte kann sich die Dekubitus-Behandlung nicht erlauben. Daher ist von Anfang an eine umfassende Therapiedokumentation Pflicht.

Festgehalten werden die Ergebnisse der Diagnostik sowie die resultierenden Indikationen. Es ist wichtig, dass die Dokumentation alle getroffenen Maßnahmen beinhaltet, d.h. die Bemühungen um das Ausschalten von Risikofaktoren ebenso verzeichnet wie Schmerztherapie, psychosoziale Betreuung, Wundreinigung und Debridement. Ebenso nennt die Dokumentation die phasengerechte Wundauflage, die Methoden der lnfektionsbekämpfung, bezeichnet eine eventuelle operative Wundbehandlung und natürlich die kausaltherapeutische Druckentlastung.

Die Wundanalyse sollte unbedingt durch eine Fotodokumentation ergänzt werden, für die eine Zustimmung des Patienten oder der Angehörigen erforderlich ist. Im Bild festzuhalten ist der Erstbefund sowie anschließend die wöchentliche Wundentwicklung nach der Wundsäuberung. Bei Anzeichen für eine Verschlechterung sollte die Wunde ebenfalls fotografiert werden – immer aus derselben Distanz und bei gleicher Belichtung, um eine Vergleichbarkeit der Fotos zu sichern.

All diese Maßnahmen dienen zum einen der Kontrolle des Heilungsverlaufs, zum anderen sichern sie die Verantwortlichen rechtlich ab. Aus medizinischer Sicht stellt die Dokumentation ein verlässliches Instrument zur Erfolgskontrolle dar: Ist eine Heilungstendenz erkennbar? Nimmt der Patient die Behandlungsmaßnahmen an, fühlt er sich in guten Händen? Zeigen sämtliche Maßnahmen die gewünschte Effektivität? Müssen solche und ähnliche Fragen verneint werden, so ist dringend eine Überprüfung des Pflege- und Behandlungsplans angezeigt.